Mittwoch, 7. November 2012

Ueno

Tut mir Leid, dass es lange nichts mehr von mir zu hören, bzw. lesen gab. Es gibt für mich einiges nachzuholen, was ich jetzt nach und nach freischalten werde. Also ab und zu mal hier vorbeischauen. ;D

Dann fange ich mal mit dem ältesten Ereignis an. Mein Ausflug nach Ueno mit zwei Japanerinnen und Nora.
Genauer genommen führte unser Ausflug zur Ameyoko. Traditionell wurden gab es hier viele Süßigkeitengeschäfte, im zweiten Weltkrieg wurde die Straße dann zum Schwarzmarkt und heute kann man dort so gut wie alles erwerben.



Natürlich gibt es dort auch viel zu Essen. Wir entschieden uns für Donburi. Das ist nichts weiter als eine Schüssel Reis mit Topping.

Das Menü
Ich weiß bis heute nicht genau, was ich da gegessen habe, aber es war auf jeden Fall roh (ich glaube das rote war Thunfischleber). Schmeckte aber gut.


Unterwegs verloren wir die Japanerinnen. War aber nicht schlimm. Ich war ja im Urlaub schon mal in Ueno. Und zwar im Park. Also ging ich mit Nora dort hin, weil sie da noch nicht war. Im Frühling blühen hier die Kirschblüten.

Das Nationalmuseum



Und dann ging's noch schnell zum Benten-dô Tempel. Liegt auch im Park von Ueno. Da war ich auch schon. Egal - ist immer wieder schön.






Montag, 8. Oktober 2012

Ausflug zum Fuji

Am frühen Morgen ging es am Samstag los zu unserem wunderbaren Ausflug zum Fuji. Der Treffpunkt war um 7.30 Uhr an der Uni, wo der Crayon-Shin-chan-Bus schon auf uns wartete. Crayon Shin-chan ist übrigens eine Animeserie, die auch im deutschen Fernsehen lief.

Der Bus von Hinten....
Beim Einsteigen bekamen Alle ein Bentô, bestehend aus zwei Onigiri mit Beilage und einem Tetrapack Tee, geschenkt. Deshalb wurde dann auch gleich gemeinsam gefrühstückt.

Essen

Foto aus dem Busfenster
Nach wenigen Stunden fahrt kamen wir dann an. Am Fuji war es gleich mal 10 grad kälter als am Ort unserer Abreise. Die Deutschen fanden's angenehm, die anderen eher nicht so. ^^;

Bevor die Wanderschaft los ging, gönnten wir uns noch schnell eine Pinkelpause. (Japanische High-Tech-Toiletten mit beheißten Klobrillen sind wunderbar.)

Auf in die weiße Wolkenlandschaft!

Auf dem Oberen Bild sieht man unsere Wanderroute, obwohl ich es nicht "Wandern" nennen würde. Unsere zurückgelegte Strecke, reichte lediglich vom auf dem Bild markierten Punkt (This Point) bis zur nächsten Station (6th Sta). Trotzdem befanden wir uns in über 2000 Metern Höhe, an der Vegetationsgrenze. Hätte ich aber diese Wanderung angeführt, wären wir bis zum Gipfel geklettert!

Leider war es an diesem Tag auch sehr wolking. Den Gipfel konnte man nur sehen, wenn die Wolken für ein Paar Sekunden aufrissen. Und mit dem Blick zum Fuße des Berges verhielt es sich genauso.
Blick Richting Gipfel

Vulkanasche und Wolken
 Ein paar Fotos mit so wenig Wolken wie möglich:








 Zurück bei der 5. Station (dort wo der Bus wartete) hatten wir etwas Zeit für uns. Nachdem ich was gegessen hatte, besuchte ich einen Schrein, der zwischen den ganzen riesigen Souvenirshops versteckt war.







Rückfahrt. Die Ampeln hatten kleine Fujis.
Die Uni war übringes nicht nur so nett, dass sie uns am Morgen Bentô schenkte, sondern wir bekamen am Abend sogar noch Soba geschenkt, die wir allerdings selbst herstellen mussten.

Der Herstellungsvorgang gestaltete sich in etwa so:
1. mit Mehl rummatschen
2. mit Teig rummatschen
3. kneten
4. Teig in eine Tropfenform bringen
5. Loch in die Mitte drücken
6. mit der Hand platt drücken
7. mit nem Holz Plattwalzen
8. noch platter!
9. zusammenfalten
10. in Streifen schneiden

Dann kam alles zum Koch, der das Essen für uns zubereitete.
In der Zeit bot sich die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang. Leider war es immer noch so bewölkt wie bevor. (Ich habe auch ziemlich spät bemerkt, dass man den Fuji sehen kann.)

Auf Fotos erkennt man gar nicht, wie imposant dieser Vulkan ist.

Soba. Das große Stück habe ich nicht verbockt. Ich war vorbildlich und habe alles fein geschnippelt.
Nach dem Essen gings auf den Heimweg. Zu Hause angekommen gings dann noch spontan bis frühs um 5 zum Karaoke..... (deshalb heute erst der Post und nicht gestern.... ^^;)





Samstag, 22. September 2012

Die ersten Tage an der Uni

Am Mittwoch gings für mich ins International Center an der Dokkyo Universität. Dort bekam ich das erste mal die anderen Auslandsstudenten zu Gesicht. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde auf Japanisch folgte der spannende Teil: Gemeinsam wurden diverse Dokumente, wie Mietvertrag, Versicherung ect. ausgefüllt. 

Nach zwei wundervollen Stunden, voller Papier und ...äh... noch mehr Papier, hatten wir endlich eine Pause. Es ging in die Mensa, gleich gegenüber. Wie es in Japan in manchen Resturants üblich ist, ist auch in der Mensa der Dokkyo das Essen als lebensechte Plastiknachbildung in Vitrinen ausgestellt. An einem Automaten sucht man sich dann das Essen aus und bezahlt es und dann gibt man den Zettel, den man dort erhalten hat, einer der Kantinenfrauen. Dann erhält man sein ausgewähltes Gericht. Das Essen in der Mensa ist übrigens so lecker, dass ich am zweiten Tag bereits aufgegeben hatte und von nun an meine eigenen Pausenbrote mitbringe. (aber vorher möchte ich noch alles durchtesten, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alles scheiße schmeckt)

Treppe hoch geht's zur Mensa

Dokkyo Lunch
 

Nach dem Essen hatte ich etwas Zeit zur Campus-Erkundung.


Haus der Dokkyo-Geschichte


Danach ging es gemeinsam nach Soka, um uns als Anwohner zu registrieren und auch um eine Krankenversicherung abzuschließen.

Als das geschafft war, fuhren wir zurück nach Yatsuka. Uns wurde der Ort gezeigt, den wir aufsuchen müssen, falls wir mal evakuiert werden sollten. Es stellte sich leider heraus, dass dies einen etwas längeren Fußmarsch erforderte. Nachdem wir eine Minute an besagtem Ort standen, ging es auch schon wieder zurück zur Green Avenue, in Gebäude 1 in den 6. Stock, wo wir nach dem langen Tag mit einer schönen Aussicht belohnt wurden. Aber eigentlich waren wir dort um von unserem Vermieter eingewiesen zu werden. Er hat's kurz gehalten - zum Dank aller.


Am Donnerstag ging es dann zum Gesundheitscheck nach Suidobashi.War auch nicht sehr spannend, aber weil es auf dem Weg lag, entschied ich mich zusammen mit Nora einen Abstecher nach Akihabara zu machen, dem Mekka für Nerds. Ich werde sicher irgendwann einen ausführlicheren Beitrag über diesen Stadteil Tokyos schreiben, jetzt gibt es erstmal nur ein paar Bilder.




Freitag kam dann der Placement Test. Lief ganz gut. Bin in der Mittelstufe. Da wir das Ergebnis so schnell erfahren hatten, konnten wir gleich unsere benötigten Bücher kaufen. Montag beginnt dann der reguläre Unterricht. Mal sehen, was das wird.